von Anna-Katharina Krieger, 7. Klasse, Humboldtschule


Es war einmal ein Mädchen, dass lebte vor etwa 150 Jahren in Bad Homburg. Ihr Name war Stjärna, was Stern bedeutete. Sie stammte aus Schweden und war erst vor kurzem nach Bad Homburg gezogen. Ihr Vater war Schreiner und deshalb waren sie hier, denn hier hatte er bessere Chancen. Doch Stjärna fühlte sich in Bad Homburg nicht wohl. Die Stadt war sehr groß, alle sprachen eine fremde Sprache und sie kannte niemanden. Doch das Schlimmste war, dass sie schrecklich einsam war. Ihr Vater arbeitete hart, ihre Mutter machte alles im Haushalt und packte überall mit an, sie verstand sich sehr gut mit den Nachbarn und ging oft zu ihnen. Wieder einmal saß Stjärna allein am großen Fenster in ihrem Zimmer und blickte hinaus in den Garten, der schon leicht vom Tau überzogen war. Es war bereits Mitte November und bald würde es schneien. Wenn sie den Kopf etwas hob und in die Ferne blickte, konnte sie den Weißen Turm und die Kuppel des Schlosses sehen. Jeden Abend blickte sie in den wunderschönen Sternenhimmel und wünschte sich jedes Mal das Gleiche. Sie wollte zurück nach Schweden. Sie dachte: „Om jag bara var i Sverige med mina vänner och familj. Varför var vi tvungna att flytta? Jag saknar mitt hemland så mycket“. Das war Schwedisch und bedeutete so viel wie: „Wenn ich nur mit meinen Freunden und meiner Familie in Schweden wäre. Warum mussten wir umziehen? Ich vermisse meine Heimat so sehr!“ Stjärna konnte so gut wie kein Deutsch, ihre Eltern wollten, dass sie es lernte, doch Stjärna wollte nicht. Nicht weil sie bockig war, nein, sie wollte nicht hier sein und sehnte sich zurück nach Schweden, in ihre Heimat. Sie vermisste die endlosen Wälder, die schroffen Klippen, die Seen und die eisige Kälte. Kurzerhand beschloss sie, zu dem einzigen Ort zu gehen, den sie hier mochte. Zum Weißen Turm, auf Schwedisch: Den vita Tornet. Sie mochte diesen Ort, da er so wunderschön war und sie von der Architektur ein bisschen an Schweden erinnerte. Als sie angekommen war, legte sie den Kopf in den Nacken und blickte an der wunderschönen, schneeweißen Fassade des Turmes hinauf.


Er erinnerte sie so sehr an Schweden, dass es wehtat. Mit Tränen in den Augen wandte sie sich ab. Sie wollte nicht hier sein. „Det är tillräckligt. Det kann inte fortsätta sa här. Jag maste göra nagot“, dachte sie, was auf Deutsch so viel bedeutete, wie: „Es reicht. So geht es nicht weiter. Ich muss etwas tun!“ So schnell sie konnte, lief sie zurück zu dem Haus ihrer Eltern und suchte diese. Keiner von beiden war aufzufinden. Traurig seufzte sie, dann musste das halt bis heute Abend warten. Gerade als sie in ihrem Zimmer verschwinden wollte, sah sie etwas auf der großen, antiken Holzkommode im Flur liegen. Es war ein Brief! Aufgeregt ging Stjärna näher ran und schnappte nach Luft. Er trug eine schwedische Briefmarke. Wer konnte ihnen geschrieben haben? Als sie den Namen auf dem Umschlag sah, schnappte sie erneut fassungslos nach Luft. Der Brief war von Margareta, ihrer besten Freundin. Schnell drehte sie ihn um und sah die Adresse: Till Stjärna Lundqvist, Urseler Straße 12, 61348 Bad Homburg, Tyskland. Sie rannte in das Nähzimmer ihrer Mutter und schnappte sich den schweren, vergoldeten Brieföffner, der dort lag. Dann drehte sie sich um und raste wieder runter. So schnell sie konnte öffnete sie den Brief, sie hielt es kaum noch aus vor Spannung. Vorsichtig faltete sie das hellgrüne, dünne Papier auf und las: „Kara Stjärna, hur mar du? Jag saknar dig sa mycket!!! Är det trevligt i Bad Homburg? Hur är detta Tyskland? Tänker du fortfarande pa mig Eller har du redan fatt sa anga nya vänner och glömt mig? Jag saknar dig sa mycket! Snälla, snälla svara snabbt! Älskar dig och tänker pa dig! Din Margareta.“ Zum zweiten Mal an diesem Tag stiegen ihr Tränen in die Augen, dieses Mal jedoch vor Freude. Margareta war so lieb. Das hatte sie geschrieben: „Liebe Stjärna, wie geht es dir? Ich vermisse dich so sehr!!! Ist es schön in Bad Homburg? Wie ist dieses Deutschland? Denkst du überhaupt noch an mich? Oder hast du schon so viele neue Freunde gefunden und mich vergessen? Ich vermisse dich so sehr! Bitte, bitte antworte schnell! Hab dich lieb und denke an dich! Deine Margareta.“ Natürlich dachte sie noch an sie, Stjärna vermisste Margareta so sehr. Erneut rannte sie ins Nähzimmer und holte einen wunderschönen, lindgrünen Bogen Papier. In fein säuberlicher Handschrift schrieb sie: „Liebe Margareta, natürlich habe ich dich nicht vergessen!!! Ich denke ganz oft an dich und vermisse dich auch schrecklich dolle. Danke für deinen Brief, ich habe mich so sehr darüber gefreut! Mir geht es nicht so gut, ich fühle mich hier gar nicht wohl und vermisse Schweden, dich und meine Familie so sehr. Ich habe noch gar keine Freunde gefunden und dieses Deutsch ist auch sehr schwer und blöd. Ich sitze rum wie ein Trauerkloß und mache gar nichts. So kann es nicht weitergehen! Also habe ich einen Entschluss gefasst. Ich muss zurück nach Schweden! Und zwar so schnell wie möglich. Ich hoffe, dass es klappt und wir uns so bald wie möglich wiedersehen. Ich habe dich auch ganz dolle lieb und denke an dich. Bis hoffentlich ganz, ganz bald. Deine Stjärna“. Vorsichtig packte sie den Brief in einen hellvioletten Umschlag und klebte eine hübsche Briefmarke, auf der der Weiße Turm zu sehen war, auf. Schnell schrieb sie noch Adresse und Absender drauf, ehe sie zum Briefkasten rannte und den Brief einwarf. Kaum wieder im Haus, nahm sie den Brief von Margareta und klebte ihn in ihr Tagebuch. Dieses war ein einfaches kleines Notizbuch, das in einen rosefarbenen Stoff eingebunden war und in dem sie all ihre Gedanken und Gefühle festhielt. Gerade dachte sie, wie sehr sie hoffte, dass ihre Eltern sie verstehen würden und alles gut werden würde, als sie plötzlich das Klicken der Haustür hörte. So schnell sie konnte, rannte sie nach unten und fiel ihrem Vater um den Hals. „Hej min älsking, vad är det med dig? Är du sag glad att se mig?“, begrüßte er sie lachend: „Hallo mein Schatz, was ist denn mit dir los? Freust du dich so mich zu sehen?“ Wie gut das tat, wieder schwedische Wörter zu hören. „Jag är inte bara glad att se dig, pappa. Och jag behöver prata med dig. När kommer mamma?“, erwiderte sie und grinste. „Ich freue mich einfach, dich zu sehen, Papa. Und ich muss mit euch reden. Wann kommt Mama?“ In etwas holprigem Deutsch, sagte er: Kommt Mama bis 18:00h. Sie starrte ihn an. Grinsend wiederholte er auf Schwedisch. „Mamma kommer klockan 18.00.“ „Du kannst ja schon voll gut Deutsch“, sagte Stjärna überrascht auf Schwedisch. „Ja, ich habe mich ziemlich ins Zeug gelegt, aber Deutsch ist verdammt schwer“, antwortete er.


Wenig später war auch Stjärnas Mutter da und sie aßen alle zusammen zu Abend. Und da rückte Stjärna endlich mit der Sprache raus. Wie schlecht es ihr hier ging und wie sehr sie Schweden vermisste. Als sie geendet hatte, schwiegen ihre Eltern eine Weile und Stjärna dachte schon, dass sie sauer wären, als ihre Mutter zu reden begann: „Naja, um ehrlich zu sein…“, sie zögerte: „Ich… ich fühle mich hier auch nicht so wohl. Ich tue zwar so, als wäre alles in Ordnung und versuche mit allen Kontakt aufzubauen und Leute kennenzulernen, aber in Wahrheit vermisse ich Schweden sehr.“ Der Vater schwieg nachdenklich. Schließlich sagte er leise: „Das tut mir leid, so schrecklich leid! Ich wusste das ja nicht. Aber es geht nicht, dass ihr euch beide nicht wohl fühlt.“ Er seufzte schwer. „Dann bleibt uns nur eine Möglichkeit. Wir müssen zurück nach Schweden, so traurig ich das finde.“ Sie starrten ihn fassungslos an. Meinte er das gerade ernst? Wollte er wirklich wegen ihnen zurück nach Schweden? Das war so unglaublich! Stjärna begriff es als erste und fiel ihm jubelnd in die Arme: „DANKE!!! DANKE!!!DANKE!!! Das ist so toll von dir! Ich freue mich so!“ Da begriff auch ihre Mutter und umarmte sie, ebenfalls jubelnd. Ihr Vater seufzte noch einmal, doch dann lachte auch er. Und Stjärna dachte: „Die Sterne haben meinen Wunsch erfüllt!“


Ein paar Tage später hatte die Familie alles zusammen gepackt und Stjärnas Eltern hatten sich von den paar Leuten, die sie kannten, verabschiedet. Sie selbst hatte ja niemanden zum Verabschieden. Doch von einem Ort wollte sie dennoch Abschied nehmen. Kaum war sie beim Weißen Turm angekommen, blickte Stjärna wie immer an der Fassade des Turms hinauf. Dann trat sie vorsichtig an den Turm heran und berührte die schneeweiße Fassade sanft mit den Fingerspitzen, ehe sie beide Hände daranlegte. Ein Kribbeln durchlief das Mädchen und sie murmelte leise: „Den vita Tornet“. Dann trat sie einen Schritt zurück und noch einen, ehe sie sich umdrehte und ohne noch einmal zurückzusehen davonrannte.

Stjärna hatte Margareta nicht mehr geschrieben, ihren letzten Brief hatte sie zwar gelesen, er war ähnlich wie der vorherige, sie wünschte Stjärna außerdem viel Glück für ihre Entscheidung und hoffte, sie bald wiederzusehen. Da die Familien in Schweden Nachbarn gewesen waren und es wieder sein würden, denn sie würden wieder in ihrem alten Haus wohnen, wollte Stjärna sobald sie angekommen waren, zu ihr flitzen und sie überraschen. Sie würde sich riesig freuen, das wusste das Mädchen, und sie selbst tat es auch. Stjärna war so glücklich wie nie zuvor. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch alle zusammen glücklich in Schweden.

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Von Seonwoo Lee, Klasse 6, Accadis International School Bad Homburg


Es war einmal ein Weihnachtsmann und er hieß Santa. Er hatte viele Mitarbeiter, ungefähr 13. Die 13 Mitarbeiter arbeiteten fleißig, aber einer war sehr unbeholfen und er hieß Ben. Tag und Nacht machte er kleine und große Fehler und seine Freunde verschwanden einer nach dem anderen. Eines Tages stolperte er mit einem Spielzeug aus Glas und es ging kaputt. Die anderen Mitarbeiter warnte den Weihnachtsmann, aber er hatte auch sehr viel Arbeit viel schwieriger als seine Mitarbeiter, also antwortete er nicht. In der Nacht vom Heiligabend waren alle in Eile, aber sie konnten nur 4997 von 5000 Geschenke schaffen, weil Ben, das Glas Flugzeug vorher zerbrochen hatte. Alle 12 waren sauer auf ihn und wollten ihn feuern, also gingen sie zu Santa und er antwortete mit ,,Ihr seid nur sauer auf ihn, weil er alle 4997 gebaut hat und ihr nur die Spielzeuge gepackt habt.” Die Mitarbeiter konnten sich deswegen nicht mit dem Weihnachtsmann streiten.


30 Minuten später ging der Weihnachtsmann mit den Geschenken und gab alle 4997 den Kindern, aber drei hatten ihre Geschenke nicht gekriegt. Der Weihnachtsmann war geschockt und er war sauer auf alle Mitarbeiter und feuerte sie. Er erinnerte sich nicht daran, was die Mitarbeiter gesagt hatten. Alle Elfen gaben Ben Schuld und die Elfen gingen in die Altstadt in Bad Homburg, um Sachen zu basteln und sie zu verkaufen, aber ihr Geschick war nicht besser als Bens, also kauften die meisten Bewohner in Bad Homburg ihre Geschenke von Ben. Die anderen 12 arbeiteten alle zusammen, aber sie konnten nur ein Spielzeug verkaufen. Sie taten Ben Leid, also gingen sie zu seinem Marktstand und sagten: ,,Es tut uns Leid, dass wir dir die Schuld gegeben haben.” Er nahm die Entschuldigung und fragte, ob sie mit ihm arbeiten wollte und alle akzeptierten. Sie dankten ihm und die Elfen und Ben lebten glücklich.

Der Weihnachtsmann aber musste dringend noch die drei Geschenke schicken und neue Mitarbeiter anstellen, also hatte er eine harte Zeit. Es tat ihm leid, dass die Elfen fort waren und er stellte die 13 Mitarbeiter wieder ein und ihr würdet denken, dass sie jetzt glücklich bis zu ihrem Lebensende lebten, aber Ben machte sein ganzes Leben lang noch weiter Fehler, also mussten die Elfen etwas unternehmen. Also gingen sie zum Weihnachtsmann und er versuchte eine Lösung zu finden und am Ende hat er Ben zur Elfenschule geschickt und er lernte dort fleißig. Er machte Gleichgewichtstraining und versuchte, einen Koffer, der 10 kg wog, mit einer Hand zu halten und einen Koffer mit 5 kg mit der anderen. Ben trainierte jeden Tag 7 Stunden lang und so schaffte er es in nur 3 Monaten. Er feierte mit seinen Klassenkameraden und ging zurück, um seinen Freunden zu helfen und Geschenke zu basteln. Er baute die drei fehlenden Geschenke und der Weihnachtsmann gab den Kindern die Geschenke. Ben lebte sein ganzes Leben ohne Gleichgewichtsfehler, wie zum Beispiel stolpern.


Das Ende

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von Isabella de Beni, 6. Klasse, Accadis International School Bad Homburg


Es gab einmal einen großen, schönen Park in Bad Homburg. Es war früher Dezember, die ganze Stadt war voller Dekoration, Lichterketten, Feen-Glitzer und so weiter. Es lebten Feen im Park, die für ihn verantwortlich waren, aber sie waren sehr beschäftigt, deswegen hatten sie voll vergessen, den Wald für Weihnachten vorzubereiten. Jedes Jahr machten die Feen verschiedene Dekorationen, sie hatten geplant, dass sie ihn dieses Jahr mit Blumen dekorieren. Nach ein paar Tagen fragte eine Fee, ob sie wussten was für ein Tag es war, die eine guckte auf ihr FIPhone und sagte “ Oh nein es ist schon fast Ende Dezember wir haben nicht mal den Park dekoriert, was sollen wir jetzt machen?” Auf einmal klopfte es an der Tür vom Feenhaus in einem Baum. Ohne Hoffnung öffneten sie die Tür. Vor der Tür stand ein Elf mit einem sternenbedruckten T-Shirt, roten Haare und grünen, langen, spitzen Schuhen. Er sagte, dass der König von Bad Homburg ihn schickte, um ihnen zu helfen, damit der Park vor Weihnachten fertig würde . Die Feen akzeptierten ihn und ließen ihn rein. Die Feen erklärten dem Elf, was man machen müsste. Sie machten sich an die Arbeit, aber dann fanden sie heraus, dass der Elf nur da war, um die Feen zu kidnappen. Sie erzählten ihm nicht, dass sie es wussten, so als würde nichts passieren, aber nach einem Tag sagten sie dem Elf, dass er weg gehen sollte. Der Elf war verwirrt. Er wollte nicht weg, also sperrten ihn die Feen in einem Raum ohne Fenster, sie hielten ihn dort drei Tage lang gefangen, dann holten sie ihn heraus und fragten ihn aus. Er antwortete alles mit viel Angst ehrlich, also hatten die Feen unrecht.. Sie gingen wieder arbeiten. Es war schwer und stressig, der Elf arbeitete am meisten, er half beim Bauen, Basteln und beim Malen.

Es war Heiligabend, alle Feen in Deutschland trafen sich in Bad Homburg im Schlosspark für ein Picknick, sie nahmen auch den Elf mit, sie hatten alle so viel Spaß!! Die Nacht verging schnell alle waren am arbeiten um 2.00 Uhr morgens fing es an zu schneien, ,,Es ist endlich Weihnachten'', rief eine Fee. Am frühen Morgen gingen sie raus und bereiteten alles vor. Als Geschenk bauten die Feen eine vergoldete Schnee-Statue, es sah wunderschön aus. Das Thema des Parks war ,,Hoffnungsstern”, zum Gedenken an den Tag, an dem die Feen den Elf zum ersten Mal trafen, denn der Elf hatte ein T-Shirt mit einem gedruckten Stern in der Mitte und weil er ihnen Hoffnung gegeben hatte, es alles zu schaffen . Nach einer Weile wachte der Elf auf. Als er sah, was die Feen und er zusammen gemacht hatten, war der Elf geschockt. Als Dankeschön packten die Feen die Statue von vergoldetem Schnee ein. Sie waren alle glücklich, nach ihrem Weihnachts Mittagessen öffneten sie die Geschenke der Elf, waren begeistert aber mussten weg, er ging vor die Tür und dankte ihnen und dann verschwand er im Schnee. Die Feen waren ein bisschen traurig, dass der Elf weg war, aber dann klopfte es an der Tür. Wieder öffneten sie schnell die Tür, es war der Elf, er sagte, dass er mit den Feen wohnen wollte. Die Feen sagten “JA” und alle lebten glücklich bis zum Ende ihrer Tage.

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