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  • Weihnachtsstadt Bad Homburg

Hoffnungssterne

von Lenny Antoni, 4. Klasse Hölderlinschule


Es war einmal eine arme Familie, die etwas außerhalb von Bad Homburg lebte. Sie hatten keine Arbeit, aber sie sahen abends oft in den Sternenhimmel. Wenn die Sterne verdeckt von Wolken waren, hieß das Unglück. Wenn es Sterne zu sehen gab, hieß das Glück. Der Vater nannte sie deswegen Hoffnungssterne und die beiden Kinder und die Mutter waren davon überzeugt, dass dies stimmte und weil morgen Weihnachten war, gaben sie die Hoffnung nicht auf und wollten einen Ausflug in die Stadt machen. Der Kaiser war gerade zu Besuch, denn er mochte die Stadt sehr. Die Stadt war immer sehr aufgeregt, wenn er kam. Aber der Kaiser mochte es nicht, wenn arme Leute in seiner Gegenwart waren. Deshalb beschloss die Familie sich zu tarnen. Denn sie wollten sich den weißen Turm am Schloss anschauen. Sie machten sich auf den Weg, der lang und beschwerlich war. Da sie kein Pferd hatten, mussten sie zu Fuß gehen. Aber sie waren es gewohnt zu laufen und es machte ihnen nichts aus. Als sie ankamen, war schon eine Menge los. Da war es ein Glück, dass sie sich so gut getarnt hatten, denn man kannte sie als ärmste Leute in der Stadt. Sie schafften es eine gute Position zu erhaschen, von wo sie den weißen Turm gut sehen konnten. Und der Vater sagte ganz begeistert: „Seht ihr, was ich mit den Hoffnungssternen gemeint habe?“ Die Mutter und die Kinder nickten ganz begeistert. In diesem Moment drang ein köstlicher Duft aus der Schlossküche zu ihnen hinüber. Der Vater seufzte, die Kinder wussten, dass ihr Vater Weihnachten liebte. In diesem Moment hörten sie ein lautes Brüllen. Jemand hatte es geschafft, ins Schloss einzudringen, ohne dass die Wachen es bemerkten. Ein paar Minuten später kam er wieder, dieses Mal war er nicht allein. Er hatte die Prinzessin gekidnappt. Er wurde sofort von den Wachen verfolgt, doch er schüttelte sie mühelos ab. Aber nun nahm die Familie die Verfolgung auf. Sie waren ja gut zu Fuß und konnten ihn deswegen leicht verfolgen bis hinaus aus der Stadt. Er rannte in einen Wald hinein. An einer Lichtung stand ein Baumhaus, über dem die Sterne funkelten, die Hoffnungssterne. Dort hielt er an und fesselte die Prinzessin an einen Baum unter dem größten Stern, was der Familie Mut gab. Denn jetzt hatten sie die Hoffnung, die Prinzessin retten zu können. Und dann würden sie vielleicht eine Belohnung kriegen und könnten endlich aus der Holzhütte ausziehen. Doch sie wussten, dass es nicht einfach werden wird. Und die Prinzessin hasste arme Leute noch mehr als ihr Vater, vor allem diese Familie.


Schnell liefen sie nach Hause, das zum Glück nicht weit entfernt war, und schmiedeten einen Plan. Sie packten einen großen Stein, einen harten Stock, ein kaputtes Seil und einen Riesenast ein und machten sich wieder auf den Weg zur Lichtung. Dort war noch immer die Prinzessin an den Baum gefesselt. Zunächst lenkten sie den Entführer mit dem Riesenast ab, dann überrumpelten sie ihn mühelos mit dem Stock und dem Stein und fesselten ihn mit dem Seil. Schließlich gingen sie alle zurück in die Stadt, wo sie bereits vom Kaiser erwartet wurden. Doch da erzählte der Entführer auf einmal, dass die arme Familie die Prinzessin entführt habe. Aber die Prinzessin sagte: „Nein, das stimmt nicht!“ und erzählte, wie es sich wirklich zugetragen hatte. Ab da hasste sie nie wieder arme Leute und die arme Familie wurde reichlich belohnt und durfte am köstlichen Weihnachtsmahl im Schloss teilnehmen und lebte glücklich bis an ihr Ende.

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