• Weihnachtsstadt Bad Homburg

Emilys magisches Erlebnis

von Emily Mustapic und Emily Vennemann


Es war einmal vor gar nicht langer Zeit ein Mädchen mit dem wundervollen Namen Emily. Sie hatte wunderschönes, langes, braunes Haar und lebte zusammen mit ihrem Bruder und den Eltern in der Nähe des Bad Homburger Kurparks. Von ihrem Haus aus konnte sie den Weißen Turm sehen. „Ob es in diesem Jahr weiße Weihnachten gibt?“, grübelte Emily hoffnungsvoll. Mit Schrecken fiel ihr ein, dass sie noch gar keine Geschenke besorgt hatte. Und morgen war Weihnachten! Schnell griff sie ihr Rad und fuhr los. Gedankenverloren bemerkte sie gar nicht, dass sie die falsche Richtung einschlug und sich plötzlich mitten im Hardtwald wiederfand. Plötzlich vernahm sie ein Rascheln. Es hörte sich wie ein.... Sie konnte den Gedanken nicht zu Ende denken, denn auf einmal stand eine alte Frau vor ihr. Sie trug ein rotes Gewand, einen kleinen, spitzen Hut und hatte grüne, stechende Augen sowie ein kaltes Lachen. Und als ob das nicht genug wäre, kam jetzt auch noch eine winzige Fee aus dem Gebüsch, die Emily ein wenig an Tinkerbell erinnerte. Die Hexe raunte: „Folge mir!“ Dabei leuchteten ihre Augen, so als wolle sie Emily hypnotisieren.

Die Fee, die sich auf Emilys Schulter niedergelassen hatte, flüsterte ihr zu: „Hör nicht auf sie!“ Emily war starr vor Schreck, sie wusste nicht, was sie tun sollte. „Folge mir! Heute werde ich zur mächtigsten Hexe des Universums dank deiner positiven Ener...“ Weiter kam die Alte nicht, denn auf einmal stieß die kleine Fee einen gellenden Schrei aus, so dass sich die Hexe vor Schmerzen auf dem Boden krümmte. Das Mädchen erwachte aus ihrer Starre, nutzte die Gelegenheit und rannte so schnell sie konnte aus dem Wald heraus.


Wie erleichtert war Emily, als sie die Lichter Bad Homburgs sah. Ihr war auch nicht mehr kalt. Sie lief beinahe ruhig nach Hause und die Fee saß immer noch auf ihrer Schulter. Jetzt erst fiel Emily ein, dass sie den Namen der Fee noch gar nicht kannte. Sie fragte sie: „Wie heißt Du eigentlich?“ Die Fee antwortete: „Ich bin Rosetta. Lass mich hier ab, ich finde schon den Weg zurück.“ Emily verabschiedete sich und lief etwas traurig nach Hause.

Als sie am nächsten Morgen erwachte, war endlich Weihnachten und Emily war ziemlich aufgeregt. Sie wünschte sich einen neuen Computer. Ach ja, und weiße Weihnachten natürlich! Als der Weihnachtsgottesdienst zu Ende war, lief die gesamte Familie nach Hause. Nun war es soweit, die Bescherung konnte starten. Es waren so viele Geschenke, die sie eins nach dem anderen auspackte. Da sah sie, etwas versteckt, noch eine kleine lila Kiste, auf der stand: „Für Emily von Rosetta.“ Ohne zu zögern packte sie die Box aus und entdeckte einen orangefarbenen Zettel: „Schaue aus dem Fenster, GLG Rosetta.“

Sie tat, was auf dem Zettel stand und tatsächlich: Es war wie ein Wunder, das Weihnachtswunder! Es schneite dicke Flocken. Der erste Schnee seit Jahren! Überglücklich rannte sie hinaus, um mit ihrem Bruder einen Schneemann zu bauen. Beinahe hätte sie das helle Funkeln und ein leises Kichern gar nicht bemerkt.

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