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  • Weihnachtsstadt Bad Homburg

Das Schloss ohne Weihnachten

Aktualisiert: 11. Dez. 2023

Von Celine Kamand Nida Solak, 5a, accadis ISB


Es war einmal eine Prinzessin, namens Klara, die in Bad Homburg lebte. Sie hatte alles, was sie wollte. Sie war hübsch, sie hatte eine schöne Stute namens Grete und das größte Zimmer im gigantischen Schloss.

Aber eine Sache fehlte in ihrem Leben und das war Weihnachten. Ihre Eltern erlaubten ihr nicht zu feiern, weil sie meinten, dass Weihnachten eine Zeitverschwendung wäre. Immer wenn sich Weihnachten näherte, schaute Klara aus dem Fenster und dachte traurig darüber nach, was die Leute an Weihnachten wohl machten, während sie auf den Weihnachtsmarkt hinunter blickte. Alle sahen so fröhlich aus!


Eines Tages reichte es ihr und sie wollte das Schloss verlassen, um wenigstens eine Nacht auf dem Weihnachtsmarkt die Tage vor Weihnachten zu feiern. Sie hatte schon einen Plan. Sie würde sich umziehen, sich an den Wachposten vorbei schmuggeln, über das Tor hinaufklettern und im Dorf feiern. Sie freute sich schon! Aber als sie dann vor dem Tor stand und rüberklettern wollte, kam der König um die Ecke. Klara wollte sich verstecken, aber es war zu spät. Der König sah seine Tochter und fragte sie wütend: “Was machst du da?”

Klara antwortete ängstlich: “Verehrter König, ich bin eine von Prinzessin Klaras Dienstmädchen.”

Doch der Vater glaubte ihr natürlich nicht und ließ sie in ihr Zimmer einsperren. Klara weinte und weinte, bis aus ihren Tränen eine Pfütze entstand. Der Vater hatte Mitleid mit ihr und kam ins Zimmer hinein. Er sprach: "Wenn du es schaffst, in einer Woche um die Welt zu reisen und 3 Arten von ‘Weihnachten feiern’ siehst und uns alles darüber erzählst, schaffst du es vielleicht uns zu überreden, dass Weihnachten doch nicht so nutzlos ist und eine ganz aufregende Zeit ist.” Klaras Augen strahlten.

“Danke, Vater!” rief sie und warf sich in seine Arme.

“Aber falls du es nicht schaffst, in einer Woche 3 Arten von ‘Weihnachten feiern’ zu sammeln, werden wir niemals Weihnachten feiern.”

“Ich werde dich nicht enttäuschen, Vater”, versprach Klara mit entschlossenem Blick. Bald würde sie Weihnachten mit ihrer Familie feiern können, da war Klara sicher. Sie freute sich schon so sehr.


Am nächsten Tag, brach Klara sofort auf. Sie ließ sich von einem Diener bis ans Ende des Dorfes bringen und zog los. Sie lief und lief, und als sie in Frankreich angekommen ist, stieß sie auf ein Haus, das sehr interessant mit den bunten Vorhängen aussah und klopfte an die Tür. Die Tür öffnete sich und zwei Kinder guckten heraus. Sie hatten zerrissene Kleidung und waren ein bisschen schmutzig.

“Salut.„ sagte der Junge.

Klara fragte: „Äh… Salut. Könnt ihr Deutsch sprechen?”

Das Mädchen antwortete: “Ja, können wir. Was hat Sie hierher geführt?”

“Ich reise um die Welt und frage die Leute wie Sie Weihnachten feiern.”, erklärte Klara.

“Wir können Ihnen gerne etwas von unseren Traditionen an Weihnachten erzählen.”, sprach der Junge.

"Danke." , freute sich Klara.

„Ich heiße übrigens Clément und das ist meine Schwester Camille.”

„Schön euch kennen zu lernen“ sagte Klara lächelnd. Die Kinder erzählten viel und Klara schrieb alles auf. Sie übernachtete bei den Kindern und am nächsten Tag lief sie weiter. „Merci“ sagte sie, bevor sie weiterzog. „Ihr habt mir sehr geholfen.”


Sie lief für mehrere Stunden und irrte in Schweden in einem Wald herum, bis sie an einem verlassenen Haus ankam, klopfte sie zögernd an die Tür. Sie hatte riesigen Durst. Aber das Haus war so gruselig. Die Tür öffnete mit lautem gequietsche und eine alte Dame trat heraus. Sie hatte riesige Falten im Gesicht und ihr Haar war weiß wie Schnee. „Halla?“ fragte die Dame mit müder Stimme. "Halla.", sagte Klara mit erschöpfter Stimme.

„Vad vill du?“ fragte die Frau auf schwedisch.

„Ich bin Klara und auf der Suche nach verschiedenen Arten von ‚Weihnachten feiern.’”

„Ah…”, machte die Dame.“ Jag kan hjälpa dig. Ich kann dir helfen. "Du hittar mycket Information hos mig.” sagte sie mit großem Akzent.

„Vielen Dank“ sagte Klara erleichtert.


Dort blieb sie auch ein Tag und schrieb alles auf was die Dame ihr mit wichtiger Miene diktierte. Am nächsten Tag verabschiedete sie sich von der Frau am Nachmittag und ging weiter.


Sie lief zwei Tage lang und malte sich aus, wie es wohl sein würde, wenn sie nach Hause kam. Nach Bad Homburg. Es war sehr schön dort. Sie freute sich. Sie würde ihren Eltern noch zeigen, wie toll Weihnachten sein kann. Nach 2 Tagen kam sie in eine Großstadt. Alles sah sehr bunt und lebhaft aus. Nach einer Weile blieb sie an einem blauen Haus stehen. Es hatte grüne Fenster und einen roten Schornstein. Als sie an der Tür klopfte, hörte sie viele Personen, die alle die Treppe runter rannten. Es war ein riesiger Lärm. Vorsichtshalber trat Klara einen Schritt zurück. Eine Horde von Kindern riss die Tür schwungvoll auf. Klara zählte sieben Kinder. „Hello“, sagte ein Kind. „Hello“, erwiderte Klara.

“Who are you?”

“Where are you from?”

“Yeah, we never saw you here!”


Klara konnte Englisch fließend sprechen. Ihr Lehrer hatte sie Jahre lang lernen lassen, aber es hatte sich gelohnt.

Klara fragte sie wie sie Weihnachten feierten. Sie wurde bestürmt mit vielen Antworten. Glücklich versuchte Klara, alles aufzuschreiben. Dann zog sie auch schon weiter nach Hause.


Klara hatte noch zwei Tage. Sie musste es schaffen, zügig voranzukommen. Mit ein bisschen Proviant im Gepäck von den englischen Kindern schaffte Klara es rechtzeitig zu Hause anzukommen. Endlich war sie wieder in Bad Homburg. Klara hielt einen langen Vortrag über Weihnachten, als sie ihrem Vater glücklich in die Arme fiel. “In Frankreich, lieber Vater, kommt die ganze Familie zu einem ausgedehnten Abendessen zusammen." In Frankreich gibt es auch Weihnachtsbäume mit Krippen darunter. Es gibt Geflügel, Austern, Lachs, Käseplatten und vieles mehr zu essen. In Schweden fängt Weihnachten schon am dreizehnten Dezember mit dem Lucia-Fest an. Dort trägt man weise Kleider und Kerzen sind auch sehr wichtig. Am dreiundzwanzigsten Dezember werden Reime komponiert. In Schweden schaut man sich Donald Duck Filme an. In England wird Weihnachten nicht so sehr gefeiert. Weihnachten ist in England die Zeit der Vorbereitung. Socken werden an den Kamin gehängt, damit der Weihnachtsmann, genannt Father Christmas, die Geschenke dort rein tun kann."


Ihr Vater war sehr erstaunt und erlaubte ihr endlich Weihnachten zu feiern. Auf ihre ganz eigene Art in ihrem geschätzten Bad Homburg. Klara war unendlich glücklich.


ENDE



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