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  • Weihnachtsstadt Bad Homburg

Das Abenteuer der Vorfreude

Von Mina Basit, 5. Klasse, Humboldtschule


Es war einmal ein eiskalter Wintermorgen. Gerade traf ein Gast ein und keuchte: „Bringt mein Gepäck herein!“ Die Koffer wurden hereingebracht. Hinter der Tür standen mehrere Koffer, doch sobald die Tür geschlossen wurde, verwandelte sich der Gepäck-Raum in ein Tal. Es war wunderschön! Doch nicht nur der Raum, sondern auch die Koffer wurden lebendig. Es war anders, alles war lebendig. Apropos, wir sind hier im Jahr 1991 im Maritim Hotel Bad Homburg. Aber jetzt geht das Märchen weiter.

„Hi!“, piepste der Koffer, der gerade reingebracht wurde, „Ich heiße Silas.“ Doch auf einmal dröhnte eine Stimme: „Keine Bewegung! Ein Mensch nähert sich!“ Das Tal erstarrte und sah aus wie ausgestorben. Der Mensch (names Ella) öffnete die Tür und stellte das Gepäck, das übrigens eine Tasche war, herein.

Silas, der immer noch erstaunt war, fragte: „Wie heißt du?“ Schnell und kurz antwortete sie: „Ani.“ Lolaa rollte zu Ani und Silas und stellte sich neben die beiden. Doch die drei hielten inne als ein grummeliges: „Grummel!“ hinter ihnen ertönte. Lolaa stellte Grumm vor: “Das da ist Grumm.“ „Cool,“ antwortete Ani, „aber wer bist du überhaupt?“ „Ich bin bin Lolaa!“ sagte sie. „Ich suche seit vier Monaten einen Weg hier heraus, ich wurde hier leider vergessen. Jetzt ist schon Dezember und ich würde gerne nach draußen gehen und mir die Weihnachtsdeko in Bad Homburg ansehen. Weil jetzt ist die Vorfreude-Zeit und ich liebe die Vorfreude auf Weihnachten!“ „Oh!“, sagte Silas verblüfft. „Wir werden dir, grummel, helfen!“, grummelte Grumm. „Danke!“, schrie Lolaa erfreut. „Gut, das ist der Plan: Wir verstecken uns in…“ „Oder wir machen einfach die Tür auf“, schlug Ani vor. „Geht auch!“, bejahte Silas. Die vier schlichen sich heraus. Sie standen plötzlich auf dem Kurhausvorplatz. Es schneite sehr stark. „Was ist das?“, fragte Grumm verblüfft. „Das ist Schnee!“, antwortete Ani verträumt. „So schön!!!“, träumte Lolaa vor sich hin. Sie rollten und hopsten vor sich hin und kamen an den vielen Geschäften der Louisenstraße vorbei. Und in einem Geschäft standen Weihnachtsgeschenke. Die vier blieben vor dem Fenster stehen und staunten im Chor: „WOW!“ „Diese Geschenke sehen toll aus, so macht Weihnachten bestimmt Spaß!“, grummelte Grumm.


Auf einmal tauchte Ella hinter ihnen auf. „Ich habe sie gefunden! Ich bringe sie wieder zurück in das Hotel!“, flüsterte Ella in ein Walkie-Talkie. Langsam schlich sich Ellla an die vier heran und wollte sie einfangen.

Doch zum Glück bemerkten sie Ella und rollten und hopsten um ihr Leben. Ella sprintete ihnen hinterher. Die vier passten nicht auf, denn Lolaa rollte gegen einen Teddy, der draußen stand, Silas gegen einen Kleiderständer, Grumm gegen einen aufgeblasenen Weihnachtsmann der seine Luft heraus lies. Ani hopste gegen ein Auto, das sofort Alarm schlug. Ella lief im Slalom um jedes Hindernis. Die vier versteckten sich hinter Mülleimern und Ella fand sie zum Glück nicht. „Wollen wir auch Weihnachten feiern?“, fragte Silas. „Pssssst!“, zischte Ani erneut. Sie merkten nicht, dass Ella sie bemerkt hatte. „Hab euch!“, schrie Ella. Doch Lolaa plapperte auf einmal los: „Vor vier Monaten wurde ich vergessen. Seitdem… Freunde gefunden… einen Weg aus dem Hotel… Bla, bla, bla… Und so haben wir einen Weg herausgefunden.“ „Oh! Das wusste ich nicht!“, sagte Ella. „Lasst uns alle zusammen feiern!“, schlug sie vor. „Jippi!“ schrien alle vier in einem Chor.

„Aber ich glaube, dass wir hier erstmal die Louisenstraße aufräumen müssen.“, vermutete Silas. „Oh nee!“, stöhnten die anderen.


Und wenn sie nicht abgeholt worden sind, dann stehen sie noch heute im Maritim Hotel.



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