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Es waren einmal zwei Lebkuchenmänner, die Süß und Lecker hießen. Zumindest nannten sie sich gegenseitig so, da sie eigentlich garkeinen Namen hatten. Sie waren einfach nur zwei gewöhnliche Lebkuchenmänner, die zwischen vielen anderen auf einem Weihnachtsstand zur Auslage lagen.

Die beiden fanden es sehr schön die weihnachtlich gekleideten Besucher des Bad Homburger Weinachtmarktes zu beobachten, andererseits waren sie ziemlich genervt davon, dass sie immer von allen Leuten betrachtet wurden. Im Großen und Ganzen war ihr Leben aber ganz schön.


Doch eines Tages kam, wie ziemlich oft, eine Frau an den Stand und bestellte einen Lebkuchen. Der Mann am Stand griff nach einem und erwischte zufällig Lecker. Er packte ihn in eine Tüte und gab sie der Frau, die dann mit Lecker in der Tüte weiterlief. Süß wollte aber bei seinem Freund bleiben und er wollte auf keinen Fall, dass Lecker aufgegessen würde. Also musste er hinterher! Er wollte gerade versuchen sich aus dem Stand raus zu schleichen, aber in dem Moment wurde er von dem Verkäufer genommen und auch in eine Tüte gesteckt. Derjenige, an den er verkauft wurde steckte ihn mit der Tüte in seinen Rucksack und lief weiter. Das wollte sich Süß aber nicht gefallen lassen und kletterte aus der Tüte heraus, öffnete den Reißverschluss vom Rucksack und sah draußen viele Stände des Weihnachtsmarktes. Ein paar Meter weiter lief die Frau, die Lecker in der Tüte hatte. "Solange der Mann in dessen Rucksack ich sitze in dieselbe Richtung geht, lass ich mich von ihm tragen." dachte sich Süß. Doch schon nach kurzer Zeit bog die Frau links ab und der Mann ging geradeaus. Also sprang Süß aus dem Rucksack und rannte der Frau hinterher. Kurz hatte er ein schlechtes Gewissen, da der man jetzt keinen Lebkuchen mehr hatte, aber Lecker war ihm wichtiger.


Er ließ sich zwischendurch von anderen Leuten tragen, indem er sich an ihren Beinen festhielt, da Lebkuchenmänner nicht sehr schnell sind. Doch als Süß schon fast aufgeben wollte, wurden die Schritte der Frau langsamer und sie schloss eine Tür auf. Sie ging hinein und Süß hinterer. So knapp, dass er fast in der Tür eingeklemmt worden wäre. Die Frau legte Lecker kurz an den Rand um sich die Hände zu waschen und Süß nutzte den Zeitpunkt, um ihm aus der Tüte zu helfen, doch in dem Moment, indem sie abhauen wollten, kam die Frau wieder und nahm sie beide. "Seltsam, dass hier zwei liegen und das sie nicht in der Tüte sind, wobei der Verkäufer hat wahrscheinlich aus versehen zwei eingepackt und die sind gerade rausgefallen." dachte sich die Frau und legte die beiden auf den Tisch. Anschließend ging sie in die Küche, um sich noch einen Kaffee zu machen. In der Zeit kletterten die beiden vom Tisch und rannten ins nächstgelegene Zimmer. Das Zimmer gehörte Linus, der die beiden Lebkuchenmänner erstaunt ansah. "Wer seid ihr denn?" fragte er. "Wir sind Lecker und Süß." bekam er von den beiden als Antwort und sie erzählten ihm die ganze Geschichte. Er hatte Mitleid mit ihnen und brachte sie deshalb zum Bad Homburger Schlosspark. Dort konnten die beiden Lebkuchenmänner für immer zusammen Leben und wahren besonders in der Weihnachtszeit gemeinsam füreinander da.


Ende


 
 
 

Von Lucy Widera, 7 Klasse, Humboldschule


In Bad Homburg, einer kleinen Stadt, zog der Advent ein. Die vier Wichtel Lily, Lotte, Linus und Lars bereiteten sich auf ihre Mission vor. Ihre Aufgabe war es, die Weihnachtsmagie in die Menschenwelt nach Bad Homburg zu bringen und die Menschen zu lehren, füreinander da zu sein.


Lily, die Älteste der Gruppe, hatte die Aufgabe, den magischen Stern zu tragen. Der Stern leuchtet strahlend und weiste den vier Wichteln den Weg. Lotte, die immer fröhlich war, kümmerte sich um Dinge wie Schnee, Lichter und Freude. Linus, der Mutigste, sorgte dafür, dass all der Zorn und Stress verschwanden, und um die Sicherheit. Und schließlich der kleine Lars. Er versteckte kleine Geschenke.


Die Mission begann am Portal im Wald, das nur die Wichtel durchqueren können. Mit einem Summen öffnete sich das Portal, und die Wichtel traten hindurch, bis sie in der menschlichen Welt in Bad Homburg angelangt waren. Sie landeten mitten im Weihnachtsmarkt am Schloss.

Der Geruch von Mandeln und Zimt lag in der Luft. Lily ging mit dem Stern voran, die anderen folgten. Auch wenn Menschen die Wichtel nicht sehen können, müssen sie vorsichtig sein. Lars versteckte lauter kleine Geschenke und Lotte ließ den Tannenbaum und seinen Schmuck noch wärmer strahlen. Linus schaute sich um und bemerkte eine kleine Hündin, die im kalten Schnee lag. Lotte bemerkte sie auch.

„Was hat sie denn?“, fragte Lotte besorgt. „Es ist doch Advent.“ Lily kam dazu und meinte: „Ich denke, sie ist einsam.“ Lars kam mit seinem Geschenkebeutel angewatschelt, griff hinein und zog einen Haarreif mit einem Geweih heraus, und setzte es ihr auf. Die Hündin setzte ich hin, wedelte mit dem Schwänzchen und bellte zweimal.

Dann war eine Stimme zu hören, die Luna rief. Die Hündin lief zu einer Frau, die sich zu ihr runterbeugte. „Na wo hast du denn das Geweih gemopst?“, fragte sie die Frau. „Auftrag ausgeführt“, sagte Linus stolz. Lotte kicherte. Was soll das denn bedeuten?“ Linus fuhr fort: „Meine Aufgabe ist es, glücklich zu machen. „Jetzt sind beide glücklich.“

Inzwischen war es dunkel geworden und Schnee rieselte vom Himmel. Die Kinder fingen an, Figuren aus Schnee zu bauen. Lily, Lotte, Linus und Lars erlaubten sich auch ein wenig Spaß. Sie kletterten an die Spitze des Tannenbaumes und sprangen in einen Haufen aus Schnee, den sie zuvor geformt hatten. Linus warf sie in den Schnee. Einen Moment später setzte er sich mit verzogenem Gesicht auf. Er schlich sich hinter den Baum, abseits der anderen. Hinter der Tanne saß ein kleiner Wichtel, Leo.


Linus war ratlos. Wie war Leo hergekommen? Er holte sich Lily dazu, schließlich war sie die älteste und wusste am besten, was zu tun war. Sie ging in die Hocke. „Du Frechdachs. Sag mal, bist du durchs Portal gekommen?“, fragte Lily. „Lily, warum fragst du ihn nicht gleich, wie er hierhergekommen ist?“ „, fragte Linus verdutzt. Lily schaute ihn schräg von der Seite an: „Jeder weiß doch, dass Leo kein Wort spricht.“ Wenn du ja und nein Fragen stellst, antwortet er mit seiner Mimik. Also, bist du durchs Portal gekommen? " Leo nickte ängstlich. „Na dann ist es ja kinderleicht. Wir bringen ihn einfach zum Portal und zack, ist er wieder im Dorf.“, sagte Linus fröhlich. Lily schaute ihn erschrocken an. „Nichts da! Ich passe auf ihn auf, bis wir fertig sind.“, sagte Lily in einem erwachsenen Ton. „Und wann ist das?", fragte Linus ungeduldig. „Sobald wir alles erledigt haben, können wir zurück“, meinte sie.

Lotte kam freudig angetanzt. „Ich denke, mein Job ist ausgeführt. Wie sieht es bei euch aus?" „Wenn Lars seinen Sack komplett geleert und versteckt hat, wären wir fertig. „Ich meine, den Stern habe ich, Schnee und Freude sind da, und sicher ist es auch“, erklärte Lily. Lars wedelte mit seinem leeren Sack und lief auf die Drei zu. „Also, sein Sack scheint leer zu sein, oder was meint ihr?“, kicherte Lotte. Linus und Lily stimmten ihr zu. „Zum Abmarsch fertig!“, rief Linus.


Und so marschierten sie (Lily mit Leo an der Hand) in Richtung Portal und heim ins Land der Wichtel.

Ende


 
 
 

Von Pia Luise Schmidt, 5d, Maria-Ward-Schule


Am 1. Dezember, morgens, wachte Tim auf und rieb sich erst einmal die Augen, denn es hatte über Nacht geschneit, und das Internatsgelände sah herrlich aus. Schnell weckte er Klößchen, und auch dieser freute sich und sagte freudig: "Wie toll, es hat geschneit! Das müssen wir unbedingt Gabi und Karl sagen, falls sie es noch nicht bemerkt haben. Lass uns sie anrufen, okay?"

"Okay, ich rufe sie an", antwortete Tim.

Es klingelte am anderen Ende, und beide gingen ran. Gabi hatte es schon bemerkt, jedoch Karl wusste es noch nicht, denn sein Handy hatte ihn erst eben geweckt.

"Was?", sagte Karl überrascht, "Das habe ich ja noch gar nicht bemerkt!"

Gabi wechselte das Thema und fragte, ob sie sich noch vor der Schule treffen könnten. Tim, Karl und Klößchen sagten alle: "Ja!"

Also traf sich TKKG am Eingangstor der Schule. Gabi war schon da.

"Was hast du zu berichten?", fragte Tim neugierig. "Hast du etwa einen neuen Fall für TKKG?", fragte Karl.

"Ja, aber sowas von!", sagte Gabi. "Von meinem Papi weiß ich, dass in letzter Zeit merkwürdige Dinge passieren."

"Was denn für merkwürdige Dinge?", fragte Klößchen, den Mund voller Schokolade.

"Ihr kennt doch diese kleine nachgestellte Krippe vor dem Kurhaus, oder?", sagte Gabi.

"Klar", sagten Tim, Karl und Klößchen.

"Gut, denn die ist letzte Nacht mit Graffiti besprüht worden, und jetzt geht die Farbe nicht mehr ab. Die Krippe muss wohl abgebaut werden, denn sie sieht einfach nicht mehr schön und weihnachtlich aus", sagte Gabi.

Tim dachte: "Wie krass ist das denn!"

"Lass uns den Tatort mal ansehen", sagte Karl.

"Oh, es hat geläutet, der Matheunterricht bei Herrn Benzing beginnt gleich", stellte Klößchen fest.

"Na dann los, sonst verpassen wir noch was", sagte Karl.

Also gingen TKKG in die Schule. Zum Glück kamen sie nicht zu spät, aber Herr Benzing war sehr angespannt, denn er mochte es nicht, wenn es so laut und kalt war. Außerdem hasste er Glitzer, denn Glitzer war in seinem Unterricht verboten. Alle glitzernden Sachen mussten abgegeben werden. Und Weihnachten mochte er ebenfalls so gar nicht.

" Morgen!", raunte er genervt.

"Guten Morgen!", antwortete die Klasse im Chor.

"Ihr habt 30 Minuten Zeit, um die Arbeit zu schreiben", maulte Herr Benzing. "Und los!"

Nach dem Unterricht bekam Gabi einen Anruf von ihrem Papa. Dann bemerkten die anderen, dass Gabi ganz geschockt aussah.

"Was ist los?", fragte Tim.

Gabi antwortete: "Die Erlöserkirche wurde mit Graffiti besprüht, wie die Krippe. Mein Papi hat mir mitgeteilt, dass 'Schreckliche Weihnacht überall' darauf steht."

"Also ich würde sagen, das ist ein Fall für TKKG!", rief Klößchen.

"Wir gehen am besten gleich zur Krippe am Kurhaus und danach zur Erlöserkirche hoch", schlug Karl vor.

Also gingen TKKG und Oskar, den sie mitgenommen hatten, zur Krippe, aber leider war sie schon abgebaut. Als Nächstes liefen sie zur Erlöserkirche und untersuchten die Farbe.

Karl stellte fest: "Das ist wasserfeste Farbe, deswegen geht sie nicht ab."

"Guck mal!", rief Gabi aufgeregt. "Hier sind Fingerabdrücke. Ich kenne die! Das sind die von Herrn Benzing."

"Woher weißt du das?", fragte Tim überrascht.

"Weil er welche auf meiner Wasserflasche hinterlassen hat", sagte Gabi.

"Hä, wie das denn?", fragte Klößchen.

"Er hasst doch Glitzer und alles weihnachtliche und deswegen hat er mir meine Sachen weggenommen. Ich habe später vorsichtshalber seine Fingerabdrücke abgenommen und in unser Beweisbuch geklebt. Ich konnte ja nicht wissen, dass wir sie mal brauchen würden", entgegnete Gabi.

"Sehr gut!", sagte Karl. "Jetzt haben wir den Fall gelöst!"

"Aber welches Motiv hat er?", fragte Tim.

"Wir stellen ihn zur Rede, am besten mit meinem Papi", sagte Gabi.

Also gingen TKKG, diesmal ohne Oskar, den sie zu Gabi nach Hause gebracht hatten, zu Herrn Benzing – und zwar mit Kommissar Glockner, Gabis Vater.

"Warum haben Sie das alles getan, Herr Benzing?", fragte Kommissar Glockner.

"Alle sollten spüren, wie bescheuert die Weihnachtszeit ist!", antwortete Herr Benzing wütend.

"Aha, und deswegen haben Sie zwei Straftaten begangen", sagte Kommissar Glockner. "Sie werden auf jeden Fall hinter Gitter kommen."

Später lobte Kommissar Glockner TKKG: „Den Fall habt ihr toll gelöst, und ihr wart, wie so oft, schneller als die Polizei."

"Vielen Dank, Herr Glockner", sagten Tim, Karl und Klößchen.

Gabi sagte: "Aber gerne! Wir sind TKKG, die besten Detektive überhaupt!"

„Dann können wir doch nun zurück zum Weihnachtsmarkt. Ich möchte mir dort Vanille-Kipferl-Popcorn kaufen – ich habe Hunger“, schlug Klößchen vor.

Der Rest von TKKG und Herr Glockner lachten: „Typisch Klößchen!“


Ende


 
 
 
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