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  • Weihnachtsstadt Bad Homburg

Wie der kleine Tiger und der kleine Bär ihren Weihnachtsbaum fanden

Aktualisiert: 11. Dez. 2023

Von Momo Anderson, 3b, Landgraf-Ludwig Schule


Erstes Kapitel aus der Geschichte : "Wie Tiger und Bär zu Homburg Weihnachten feierten" Eine Geschichte von Momo Anderson - mit Ratschlägen von Papa, verfasst aus Freude an Janosch's Erzählungen mit dem kleinen Tiger und dem kleinen Bär. Zu Weihnachten 2023

Dieses Jahr waren der kleine Tiger und der kleine Bär zu Besuch in Bad Homburg am schönen Taunus, um auf das Haus des Wanderzebras Windhoek in der Altstadt unter dem schmucken Schloss aufzupassen. Das Wanderzebra Windhoek ist ein guter Freund des Wanderesels Mallorca. Sie trafen sich vergangenen Sommer auf der Sommernachtsparty mit Glühwürmchentraum und Gänsewein bei Tante Gans in Friedrichdorf. Es gab sogar getrocknete Schwarzwurz-Ruten und Rote-Beete-Chips – köstlich!!

Da kamen Tiger, Bär und Wanderzebra ins Gespräch : Waldfrüchte und Wurzelgemüse. Hier und dort. Europa und Trockensavanne.

Windhoek arbeitet für den Kurdoktor Walterfrosch in der Wirbelsäulen-Klinik am Kurpark in Bad Homburg und hilft beim richten von Rückenproblemen. Hufschlagbehandlung. Den Winter verbringt er allerdings weiter im Süden, bei seiner Familie in Namibia, in Südafrika. Noch gibt es kein Schlauchtelefon. Nun saßen Tiger und Bär auf dem kuschlig warmen Sofa in Winhoeks Wohnzimmer und erholten sich von der Weihnachtsstadt, die sie am Nachmittag besuchten. Sie hatten kalte Füße und waren sehr müde. Der warme Kakao tat wohlich gut und die Lebkuchenkekse mundeten vorzüglich. Es war schon fast dunkel und die Laternen gingen außen an. Da sagte der kleine Tiger zum kleinen Bären: "Du Bär, das Wohnzimmer ist so leer – lass’ uns einen Weihnachtsbaum finden! Oben im Schloss stand die Tür zum Geräteschuppen noch offen – vielleicht findet sich dort eine Säge, die keiner über Weihnachten braucht?"

Sie zogen sich warm an: lange Unterhosen, Kuschelpullover, warme Hosen, dicke Jacken, flauschige Fäustlinge, Bommelmützen, Schlitten und Taschenlampe auch nicht vergessen.

Sie stiegen wieder hinauf zum Schloss – zwischen Uhrenturm und weißem Turm zog der Vollmond auf. "Heh Tiger, hast du sie?" raunte leise der Bär – "Kurz, mittel oder lang?" kam es aus dem Schuppen. "Am besten für uns beide!", antwortete der Bär. Mit der Bügelsäge auf dem Schlitten ging es weiter, durch die weihnachtliche Stadt. Was für ein Duft in der Champagner-Luft! "Du Tiger, bestimmt kennst Du dich aus: wo finden wir das schönste Bäumchen?" – "Natürlich im Köhlerwald, aber bloß wo?" fragte sich der Bär...

"Du Bär, ich kenn' da 'ne Stelle am Seulbach, bei den Auen, wo Bäumchen an Bäumchen stehen – nicht weit von Tante Gans! Im Sommer gibt dort die besten Pfifferlinge – vielleicht finden wir jetzt noch Austernseitlinge! Oh wie köstlich zu Weihnachten, sag' ich dir!". "Au ja, lass' uns gleich dorthin los!” drängte der Bär.


Der Mond schien immer heller und zusammen waren sie allerbester Dinge. Sie kamen zum Kurpark – kurz darauf in den geheimnisvollen Wald. Sie stapften durch den Schnee, über knackende Äste, durch die Schatten der Bäume. Den Schlitten immer hinterher. Ab und zu das Rascheln verspäteter Eichhörnchen und das Knicken und Knacken futtersuchender Rehe. Oben, über den kahlen Baumkronen das Band der Milchstraße. Der Bär machte lieber die Taschenlampe an: "Stöckchen übersehen – Steißbein kaputt.", dachte er sich und fühlte sich wohler. Es war herrlich, im winterlichen Wald zur Stunde der Sterne unterwegs zu sein, um den schönsten Baum der Stadt zu finden.

"Ei daaaaaa! ... Eine Sternschnuppe!! Hast Du sie gesehen, Tiger?" Nee, hatte er nicht: Hatte eben noch die Schnauze im Schnee und nach Pilzen gesucht... "Und daaaa!! ... Noch eine!!! ... und wie sie rannte und brannte, rauschte und brauste: w - u - n - d - e - r - s - c - h - ö - n!" Tiger und Bär verdrehten sich vor lauter Staunen die Hälse.

Der Tiger verschluckte eine Schneeflocke und musste husten – die Sternschnuppe verschwand im Osten: "Du Bär, da müssen wir nach!" hustete der Tiger und zog los. Hinaus aus dem verschneiten Wald, über knackende Stöckchen und durch rieselnde Gebüsche – der kleine Bär folgte, sagte aber nichts. Sehr ruhig und friedlich war es hier draußen zwischen den Bäumen, auf den Wiesen. Sie hielten inne – was nun, ihr beiden?

"Hör' mal Bär, hörst du das nicht auch?" Sie sperrten Augen, Ohren, Mund und Nase auf: Da war doch tatsächlich von ganz weit her weihnachtliches Geläut dem Sternenhimmel zu entnehmen: "Da kommt doch wer?!", raunte der Tiger... "Weiß' nicht, kann nichts sehen ! Du hast bessere Augen als ich!"... Der Tiger kniff die Augen zusammen – sah aber nicht viel mehr: "Das kommt auf uns zu - ist aber nicht ein Raumschiff, Du!"


Das Klingeln und Tingeln kam tiefer und näher – tiefer und ziemlich schnell – es klingelte und bimmelte, funkelte und blinkte, keuchte und schnaubte – was für ein Gefährt! "Du, das sind Hirsche, Du!! ... Oh nein! Rentiere! Das ist der Weihnachtsmann, mit seinem Gespann! Mann-oh-Mann-oh-Mann!!" staunten Tiger und Bär in den Himmel. Haben die einen Dampf drauf – und: ho-ho-ho-ho-hooooooo! Zieh'n die wieder an!! Fast so steil, wie auf 'ner Achterbahn! Rauschend saust das Gefährt über die Köpfe – nach Südosten, es flattern die Zöpfe! Vorbei am Mond: "Da fällt doch was von der Pritsche, Du! ... und kommt jetzt runter, direkt auf uns zu!" Es fällt und flattert, bauscht und rauscht, Tiger und Bär suchen die Büsche – es wirbelt der Schnee, es pflanzt sich was in die Wiese ein: "Du Tiger, das muss wohl unser Bäumchen sein!"

"Du Bär, den nehmen wir!" "Ganz genau, das sag’ ich dir!" und zog den Schlitten her. He Tiger, he Bär! Denkt ihr noch an die Austernseitlinge?



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