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  • Weihnachtsstadt Bad Homburg

Hoffnungssterne für Bad Homburg

von Frida Fritschi, 7b, Humboldtschule


Es war einmal in einer Stadt, die einst so schön war und nun einem Urwald glich. In einem Schloss hoch oben in einem Turm, der auf den Namen weißer Turm hörte, saß eine wunderschöne Prinzessin. Traurig blickte sie auf den Schlosspark, der durch den ganzen Regen traurig und nass wirkte. Der Regen floss an der Scheibe hinunter und im Sekundentakt konnte man hören, wie dieser in die Pfützen platschte.


Die Prinzessin, die auf den Namen Hope hörte, wartete auf den Tag, an dem ihr Vater sterben würde und sie, als einzige Tochter des Königs, die Krone an sich reißen könne. Ihre verstorbene Mutter, die nach der Geburt ihrer Tochter in einen tiefen Schlaf fiel, vermisste Hope sehr. Nicht nur ein einziges Mal hatte sie ihre Mutter gesehen. Ihre Stiefmutter war der Teufel höchstpersönlich und das meinte die Prinzessin ernst. Die böse Stiefmutter hatte den König nach der Hochzeit mit einem Zauberspruch verzaubert. Nun tat er alles was sie ihm befahl. Hope hatte allmählich die Hoffnung verloren und beschloss nun aus dem Turm auszubrechen. Bloß wie sollte sie das anstellen? Ihr Turm wurde Tag ein Tag aus von den Wachen des Königshauses bewacht. Sie wünschte sich nichts sehnlicher als Endlich aus dieser grauenvollen Stadt auszubrechen. Gab es noch Hoffnung? - Nein!

Die Prinzessin fing an einen Plan zu schmieden Tag ein Tag aus. Eines Tages kam ihr ein Gedanke der ihr Leben für immer verändern solle. Leichtfüßig wie eine Feder tänzelte die Prinzessin die Treppe des weißen Turmes herunter. Sie wusste nicht, ob ihr Plan funktionieren würde, doch sie würde alles probieren, um hier herauszukommen. Vorbei an den schlafenden Wachen, in das Gemach der Stiefmutter. Sie packte einige nützliche Dinge ein. Danach rannte sie mit schnellem Schritt in den Ankleideraum der Magd und schnappte sich ein paar Kleider, die ``stattlich´´ aussahen, und zog sie an. Nun hieß es: Lauf Prinzessin, lauf!


So schnell wie ihre Beine sie tragen konnten, rannte sie aus dem Königshaus. Eine Zeit lang hatte sie Bange, dass die Wachen sie erkennen würden, doch keine Chance. Denn mit den stattlichen Kleidern erkannte sie niemand. Ein letzter Blick auf das Königshaus und den Park, wo sie all ihr Leben lang verbracht hatte, doch dann erinnerte sie sich an ihren Plan: Sie musste weg! Sie überquerte Straßen. Eine, die Zweite und dann die Dritte. Mit ihrem Kopf, der über die Schulter guckte, rannte sie in ein Mädchen. Das Mädchen entschuldigte sich mehrmals, doch auch wenn es der Prinzessin leid tat, konnte sie nicht lange plaudern, weshalb sie nur kurz mit dem Kopf nickte und dann weiter rannte. Mit noch einem wiederholten Blick über die Schulter erblickte sie einen Jungen, der ihr den Atem raubte. Jake, ein stattlicher Junge, stand mit den Händen in den Hosentaschen am Brunnen. Er schaute grimmig wie die Stiefmutter, wenn der Hof Koch ihr nicht das leckere Essen brachte, welches sie so gerne mochte. Die Prinzessin schlenderte auf ihn zu und setzte sich neben ihn. Er kehrte sich der Adeligen ab und im nächsten Moment packte Hope seine Hand und hielt ihn fest. Sie sprach zu ihm: ,,Gib mir die Hoffnung zurück, die ich einst verlor.´´ Mit einem Blick, welcher sehr böse aussah, sagte er: ,,Ich werde dir die Hoffnung schenken, komm mit mir. ́ ́ Er führte Hope in eine dunkle Gasse und zeigte ihr etwas wovon sie niemals in ihrem Leben hätte träumen können. Ihr Name stand in leuchtend gelben Buchstaben an der Mauer und strahlte ihr in das Antlitz. Ein Stück Hoffnung kehrte in Hopes Herz zurück, doch es fehlte immer noch ein größeres Stück, damit ihr Herz wieder in früherer Pracht erleuchten könne. Der Junge sagte immer noch mies schauend: ,,So folget mir und ich werde dein Herz erleuchten.´´ Weiter liefen sie durch die Altstadt, welche die Prinzessin noch nie zuvor gesehen hatte. Immer sah sie etwas Neues, was sie faszinierte. Sie liefen weiter durch die Stadt und auf einmal erschien ein Funkeln, das so hell war, dass sich beide eine Hand vor das Gesicht hielten. Ein wunderschönes Wesen, das so klein wie eine Maus war, lächelte die Beiden an. ,,Na, ihr zwei Menschlein´´,sagte sie, ,,braucht ihr Hilfe?´´ Hope und der Junge nickten. Hope erzählte, dass sie die Hoffnung in ihrem Herzen füllen wolle.Das Wesen, welches sich als Fee namens Isabell vorstellte, wollte den beiden helfen. Mit ihren winzigen Ärmchen packte sie die Beiden und flog mit ihnen weit weg in die Ferne. Ein paar Minuten später kamen sie an. Ein imposantes Gebäude mit mehreren Türmen. Die Fee Isabell sprach:,, Erblicket diese Kirche welch Pracht sie hat. Besteigt die Spitze der Kirche und oben wird euch ein Stern erwarten. Man nennt ihn auch Hoffnungsstern.´´Jake machte den ersten Schritt und rutschte nach wenigen Metern ab. Hope erblickte das Mädchen, welches sie vorher umgerannt hatte.,,Was macht ihr da?´´,schrie das Mädchen empört. ,,Wir holen den Hoffnungsstern´´, antwortete Hope. ,,Warte b- bist du die vermisste Prinzessin, nach der überall gesucht wird?´´sagte das Mädchen erschrocken. Sie packte den Arm der Prinzessin: ,,Ich muss dich zurückbringen.´´ Hope konnte sich gerade noch losreißen. Jake schaute verwirrt drein und zum ersten Mal an diesem Tage konnte man einen anderen Gesichtsausdruck auf seinem Gesicht sehen. Trotzdem blieb er Hope treu und wollte ihr immer noch helfen und gemeinsam mit dem Mädchen und Jake schaffte die Prinzessin es irgendwie die Kirchturmspitze zu erklimmen. Wie ein Wunder schwebte ein Stern vom Himmel und gab ein grelles Licht von sich, welches die Stadt nicht mehr grau und trist erscheinen ließ. Sie erstrahlte in ihrem alten Glanz und Hope´s Herz war völlig mit Hoffnung gefüllt.


Nach der Rückkehr ins Königshaus musste die Prinzessin erfahren, dass ihr Vater verstorben war und sie nun die Königin sein würde. Nach der Krönung ließ Hope die böse Stiefmutter einsperren und nahm den Jungen Jake zu ihrem Gemahl. Und von nun an schmückte der Hoffnungsstern die Flagge des Königshauses.

Und so lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage.


ENDE

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