von Lili Kubecka



Vor langer Zeit lebte ihn Bad Homburg eine böse Hexe, die die Freude verabscheute und sich daher im Weißen Turm in Sicherheit wog. Doch in jedem Jahr gab es den einen Tag, an dem die Freude der Menschen über alles hinausging. Weihnachten!

An diesem Tag leuchteten die Sterne am hellsten. Doch dieses Jahr wollte die Hexe das ändern. Am Tag des 24.Dezembers braute sie ein Gemisch zusammen, das alle Freude verschwinden lassen würde. Dafür kletterte sie auf die Spitze des Turmes und rief: ,,All die Freude und das Glück mit dem Frohsinn sind nicht mehr, eure Herzen sind nun leer!“ Ab diesem Tage feierte niemand mehr und alles war düster und leer.

Bis sich zehn Jahre später der Widerstand erhob. Doch die Aktion blieb ohne Erfolg. Es sah aussichtslos aus und mit der Zeit verloren auch die Mutigsten den Glauben daran, je wieder glücklich zu sein. Bis zu dieser Zeit glaubte die Hexe, sie hätte gewonnen. Doch zwei Monate später schöpfte der bekannte Mediziner Paul Ehrlich neuen Mut, während alle anderen keinen Funken mehr davon übrighatten. In diesem Jahre versuchte er, ein Heilmittel herzustellen, das das Glück wiederbringen sollte. Ihm war klar, dass es nicht einfach werden würde, allerdings wollte er nicht so schnell aufgeben. Während andere verzweifelte Leute ihm sagten, dass er es nicht schaffen würde, tüftelte er an einer Lösung, die ganz Bad Homburg retten würde.

Es dauerte ein ganzes Jahr, doch am 23.Dezember hatte er ein Gegenmittel gefunden. Allerdings fehlte ihm eine entscheidende Zutat. Die Freude! Aber niemand in ganz Bad Homburg empfand Freude. Oder etwa doch? Er überlegte zunächst ohne Erfolg. Doch dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen! Die einzige glückliche Person war natürlich die Hexe, da sie allen anderen die Freude genommen hatte! Sie hatte als einzige ihren Willen umgesetzt und alle anderen unglücklich gemacht. Dies hieß, dass er in den Turm hinein - und die Freude um sie herum einfangen musste. Doch dies war beinahe unmöglich. Trotz all der Zweifel entschloss er sich dazu, den Turm zu erklimmen und die Aufgabe zu erfüllen. Allein konnte er es aber nicht schaffen. Er brauchte andere Helfer, die ihn bei seinem Plan unterstützen würden. Doch auch da gab es einen Haken! Alle anderen Leute hatten den Mut verloren. Er musste sie davon überzeugen, dass es noch Hoffnung gab. So stellte er sich kurz darauf auf einen großen Platz, damit jeder ihn hören konnte. Dabei erzählte er den anderen von seiner Lage. Doch niemand kam zu ihm. Grade als er gehen wollte, sagte ein junger Mann: ,,Ich stimme dir zu, wir können uns nicht ewig verstecken.“ Und somit schloss er sich Paul Ehrlich an. Als die Leute dies sahen, folgten ihnen noch zwei andere Leute. Auch wenn es nicht sonderlich viele waren, es war besser als allein. Viel Zeit hatten sie dennoch nicht, da die Sonne schon langsam unterging. So machte sich die kleine Truppe auf den Weg zum Turm. Als sie dort ankamen, war die Sonne schon endgültig untergegangen und die Nacht kehrte ein. So schickte er zwei seiner Leute vor den Eingang des Turms, um Wache zu halten. Er selbst ging mit seinem Komplizen nach oben, um die Freude der Hexe einzufangen. Als sie in den Schlafraum kamen, schlief die Hexe tief und fest. Paul ging vor, öffnete sein Glas und fing die Freude der Hexe ein. Schnell wie der Wind lief er mit den anderen davon, ohne die Hexe zu wecken. Als sie weit genug entfernt waren, bedankte er sich für ihre Hilfe. Schnell ging er nach Hause, um den Trank zu vollenden. Als er da war, gab er mit höchster Sorgfalt die Freude in sein Gegenmittel. Nun war das Mittel bereit, wieder Freude zu bringen. In dieser Nacht verabreichte er allen das Gegenmittel. Als er mit dem letzten Patienten fertig war, fing plötzlich ganz Bad Homburg an zu leuchten, denn es hatte seine Schönheit wieder zurück. Dieses Strahlen ließ die Menschen aus ihren Häusern kommen und den Nachthimmel erleuchten. Die Sterne strahlten heller denn je. Am Morgen war die ursprüngliche Freude wieder ganz zurückgekommen und man hörte überall schöne Weihnachtslieder und roch den Duft von frischen Plätzchen. Die Hexe war gekommen, um sich an der Hoffnungslosigkeit aller zu erfreuen, doch als sie sah, wie glücklich alle waren, wurde sie wütend. Durch all ihre Wut, die sie in sich trug, löste sie sich mit einem lauten Knall in glitzerndes Konfetti auf. Dies war eine Sternenstunde für ganz Bad Homburg, da die Menschen wieder glücklich Weihnachten feiern konnten. Alle jubelten und ab diesem Tage feierten die Menschen Weihnachten Jahr für Jahr so glücklich wie noch nie zuvor.

Fröhliche Weihnachten!

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von Konstantin Drießel



Es war einmal ein kleines Mädchen namens Alina. Sie war 8 Jahre alt und ging in die 2. Klasse. Die Eltern von Alina waren sehr nett zu ihr und hatten sie sehr lieb. Sie ließen sie sogar mit ihren Freunden allein in der Stadt spazieren gehen. So kam es, dass sie häufig mit ihrer großen Freundin Sofia im Schlosspark um das Wahrzeichen Bad Homburgs, den Weißen Turm, spazierte.


Eines Tages ging sie wieder mit Sofia im Schlosspark spazieren. Als sie am Weißem Turm vorbeikamen, fragte sie Sofia: „Wie sieht es denn im Weißem Turm von innen aus?“ „Ich weiß es nicht. Ich war bisher noch nie drin“, antwortete Sofia. „Vielleicht sollten wir einmal nachschauen.“

Sie suchten im Turm eine Tür, doch sie fanden keine. Da sagte Alina traurig: „Schade, ich wünschte es wäre eine Tür da!“ Und plötzlich öffnete sich wie von Geisterhand eine Tür in der Wand. Die zwei Mädchen schrien erschrocken auf und rannten hinter einen Baum. Als jedoch nichts weiter geschah, schauten sie neugierig hervor. „Lass uns nachschauen, was dort ist!“ sagte Alina. Die beiden Mädchen liefen vorsichtig zur Tür und hinein in die Dunkelheit. Auf einmal blitzten viele kleine weiße Punkte auf und kleine Wesen flogen um die beiden Mädchen herum. „Schau mal, wie schön die Schmetterlinge sind“, sagte Sofia. „Das sind keine Schmetterlinge, das sind Feen“, sagte Alina. „Feen gibt es doch gar nicht“, erwiderte Sofia, „das sind doch nur Geschichten für kleine Mädchen.“

„Natürlich gibt es uns“, sagte mit einmal der größte und schönste Schmetterling, „allerdings können uns nur kleine Kinder sehen, die an uns glauben.“ Alina lächelte triumphierend und Sofia schaute den Schmetterling erschrocken an. „Du kannst ja reden, wie ist das möglich?“ „Kleine Kinder können uns sehen und verstehen, ältere Kinder sehen uns schon nicht mehr, sie können uns aber verstehen, da sie noch einen Teil ihres Glaubens bewahrt haben. Erwachsene haben diese Fähigkeiten meistens schon verloren.“ „Das ist ja spannend“, sagte Alina, „kannst du uns mehr von deinem Volk erzählen?“ „Ja“, lachte der Feenfalter, „ich will euch die Geschichten unseres Volkes gerne erzählen.“ Nach zwei Stunden schaute Sofia erschrocken auf die Uhr: „Oh, wir müssen gehen, unsere Eltern machen sich bestimmt schon Sorgen!“ Seit diesem Abend gingen die Zwei regelmäßig zum Weißen Turm und besuchten die Feenfalter.


Einen Monat später las Alinas Vater beim Frühstück aus der Zeitung vor: „...so entschied die Stadtverwaltung Bad Homburg, den Weißen Turm abzureißen und an der Stelle moderne Eigentumswohnungen zu bauen.“ Als Alina das hörte, erschrak sie zutiefst und erzählte ihren Eltern von den Feenfaltern, die im Turm leben. Gleich nach dem Frühstück rief sie auch Sofia an.


Sie trafen sich gleich am Nachmittag und besprachen, was sie tun könnten. Sofia meinte, dass der Turm doch unter Denkmalschutz steht. „Das stimmt“, sagte Alinas Vater, „aber ich glaube, das reicht nicht aus, um die Stadt zu überzeugen, das werden sie dort ja schon geprüft haben.“

„Und was ist mit den Feenfaltern“, fragte Alina, „sie können doch nicht einfach umziehen?“ „Kannst Du diese Schmetterlinge für mich zeichnen? Dann versuche ich etwas über sie herauszufinden“, sagte Alinas Mutter. „Das ist eine Idee, ich helfe Dir dabei!“, sagte Sofia.

Tatsächlich waren die Feenfalter eine neue unbekannte Schmetterlingsart. In der nächsten Woche gingen die Eltern von Alina zum Bürgermeister und baten ihn, den Wohnort der Feenfalter nicht zu zerstören. Er versprach, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um zu verhindern, dass der Weiße Turm abgerissen wird. Und so kam es, dass der Weiße Turm der Stadt Bad Homburg bis heute erhalten geblieben ist! Die Geschichte der Feenfalter wurde allerdings vergessen.

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von Justus Oppen


Kalle lag in seinem Bett und konnte nicht einschlafen. In seinem Kopf kreisten die Gedanken. Wilde Monster wurden wach und bedrohten ihn. Er lenkte sich ab, stand auf und schaute aus dem Fenster seines Zimmers. Er rieb sich verschlafen die Augen. Hatte er eine kleine weiße Gestalt am Weißen Turm stehen sehen? Er schaute genauer: Doch! Da war etwas! In Sekundenschnelle war Kalle hellwach und rannte aus seinem Zimmer. Die Treppen hinab, aus der Wohnungstür und in Richtung dieser merkwürdigen Gestalt, die er gerade am Weißen Turm gesehen hatte. Doch als er ankam, war sie verschwunden! Sie musste doch irgendwo sein oder konnte sie sich teleportieren? Auf einmal sagte eine Stimme: „Schau nach oben, Kalle!“ Er gehorchte und sah dort oben die Gestalt. Sie flog und setzte sich dann auf einen Fenstersims. Kalle rannte so schnell wie noch nie! Er stieß die Tür des Weißen Turms auf und sah dahinter mehrere von diesen Gestalten. Es sah so aus, als ob sie eine Versammlung abhielten! Als die kleinen Gestalten Kalle sahen, knieten sie vor ihm nieder und strahlten. Sie sahen sein verständnisloses Gesicht, und der Anführer rief: „Wir sind Elfen, und wir führen einen Krieg gegen die Skelette. Mit dir als Menschenkind sind wir überlegen. Du sollst nun unser Anführer sein!“ „Wieso bin ich jetzt euer Anführer?“, fragte Kalle. „Wir können dir bei Vollmond magische Fähigkeiten geben, sie reichen aber nur für einen Monat. Du wirst den Skeletten alle magischen Fähigkeiten nehmen und wirst sie für immer verbannen“, riefen die Elfen im Chor, „deshalb bist du unser Anführer!“ Insgeheim wollten die Elfen Kalle nur missbrauchen, sie wollten die ganze Macht von Kalle und ihn dann töten. Sie hatten auch keinen Krieg mit den Skeletten. Sie hassten die Skelette jedoch! Das wusste Kalle aber nicht und deshalb folgte er den Elfen, um die Skelette zu besiegen. Die Skelette wohnten unten im Keller. Es war ein großer Fehler, die Kellertür zu öffnen! Auf einmal kamen hunderte von vergifteten Pfeilen, die 27 Elfen töteten! Doch es kam noch schlimmer, überall waren Spinnen, die giftig und sehr böse auf die Elfen waren! Sie töteten 10 564 Elfen. Die wenigen Elfen, die überlebt hatten, schrien: „Angriff!“ und rannten auf die Skelette zu. Bis auf Kalle und den Anführer der Elfen. Die Skelette sahen so aus, als ob sie gar nicht kämpfen wollten! „Was wollt ihr denn hier? “, fragten sie freundlich. Die Elfen antworteten nicht, sondern schnitten mit ihren vergifteten Schwertern die Fußknochen der Skelette durch! Die Skelette wurden böse und verwandelten sich in riesige Lavamonster! Der Elfenanführer rief: „Jetzt Kalle!“ und Kalle sagte: „Die Kraft der Skelette soll in mich fließen!“ Der Elfenanführer rief: „Rückzug, wir ziehen uns zurück!“ Als die Elfen und Kalle wieder oben waren, fesselten die Elfen Kalle und der Elfenanführer sagte: „Wir werden mächtiger als alle anderen und werden dich jetzt töten!“ Kalle begann zu schreien. Eine Hand berührte ihn. Eine Stimme sagte sanft: „Aufwachen Kalle. Guten Morgen!“

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